Touratech Crew Stories: Die schöne Unbekannte


Gemeinsam haben die Touratech Mitarbeiter Volker Haller und Thomas Besch Albanien bereist. Sie erlebten ein landschaftlich überwältigendes, facettenreiches Land zwischen Tradition und Moderne.

Bio-Ross und Stahl-Ross
Sprit für den Fahrer: Erst mal Espresso kochen

In wechselnder Schräglage geht es bergab, zu beiden Seiten des Asphalts durchbrechen Gesteinsschichten die Erdoberfläche, wie riesige Stufen, gebaut von Giganten. Wir haben den Muzina Pass überquert, und vor uns öffnet sich der Blick über ein weites Tal und die gegenüberliegenden Berge.
Auf der guten alten Super Ténéré bin ich unterwegs nach Gjirokastër, Albanien, hinter mir Thomas, ein Kollege von Touratech, und seine Frau Annette, sie sind zu zweit auf der Africa Twin, danach Jutta und Mitch im Ural Gespann.

Outdoor Restaurant
Stille am Ohrid-See
Hardcore bikers getting ready

Ich soll vorausfahren, haben sie gesagt, und langsam dämmert mir warum. Du weißt nie, was hinter der nächsten Biegung auf dich wartet: Mit Vieh und Wildtieren ist immer zu rechnen, vielleicht eine Baustelle oder Gegenverkehr auf der schmalen Straße. Ja, es gibt Autobahnen in Albanien, doch manchmal ist schon die Ausfahrt wieder geschottert. In den entlegeneren Gebieten, kurz vor Peshkopia, sind auch mal 40 Kilometer Piste an der Tagesordnung.
Ganz im Norden Albaniens wagen wir uns hoch in den Theth Nationalpark, auch hier wieder endlose Schotteretappen und dazu die grandiose Bergwelt der »Albanischen Alpen«.

Mitch checkt mal die Karte.
Männer, die auf Ziegen starren.
Adrenalin / Endorphin / Animal print

Berge und Bunker, davon haben sie hier wirklich viele. Rund 750.000 Bunker sollen in Albanien unter dem Diktator Enver Hodscha gebaut worden sein und darunter hat offensichtlich der Straßenbau gelitten. Brücken und Tunnel? Fehlanzeige! Das heißt aber wiederum, dass die Straße jeder Erdfalte folgen muss und so haben wir Fahrtage, an denen wir schon am frühen Nachmittag gefühlte tausend Kurven hinter uns haben. Und diese Natur! Immer wieder halten wir an und genießen die Aussicht auf Berge und Seen, schauen in tiefe Täler und Schluchten. Die Landschaft zeigt sich mal lieblich, mal spektakulär zerklüftet, nackt und gezeichnet von Erosion.

Schicke Frise für Thomas
What's the plan, man?
Klassische Bodenhaltung mit Freilauf

Wir übernachten bei Bauern auf der Wiese, in Blockhäusern bei einer Forellenzucht, in einer kleinen aber feinen Pension am Ohrid See und schließlich auf einem sehr schönen Campingplatz, dem Lake Shkodra Resort.
Überall werden wir freundlich empfangen, sogar mehr als das: Wir erleben eine Gastfreundschaft, die hierzulande ihresgleichen sucht. Und doch ist die Gesellschaft zerrissen zwischen Aufbruch und Tradition, es sind natürlich vor allem die Jungen, die kulturell den Anschluss an Mitteleuropa suchen. Wir haben wunderbare Menschen getroffen, die alles tun, um für ihre Gäste dazusein.
Albanien ist wild und schön, es ist ein Land, das sich wünscht, entdeckt zu werden.

Kategorie: Adventure | Travel